Heimat ist dort, wo du willkommen bist!
Kirchhellen bewahren - gestalten - erleben

Kirchhellener Vertellkes/Geschichten

Bei dem nachstehend geschilderten Vorkommnis war Platten Franz nur passiv beteiligt. Als Briefträger - wie er war - wurde er einmal in der Wirtschaft Pels in der Bräuke gefragt, ob er Lust hätte, zuzusehen, wie der "lange Berliner" Kaktus säen würde. Er wollte, und mit dem Frager nahmen sie Deckung im Wagenschuppen. Auf dem Feld nördlich der Besitzung Pelz stand schon der Sack mit Saatkorn. Da kam mit langen Schritten "Berliner" mit dem Säfass aus Richtung "Berliner Berg" (er hatte übrigens in Berlin gedient und hatte somit sich und dem Berg diesen Namen gegeben) an. Als er an dem Sack Korn angekommen war, knüpfte er ihn los und fing an, mit seinen Händen Korn in das Säfass zu schaufeln. Doch schon bald hörte er damit auf und begann gottsjämmerlich zu fluchen. Was war geschehen? Berliner hatte anfangs den Sack zum Feld gebracht, dabei aber wohl das Säfass vergessen. Ein Nachbar hatte es beobachtet. Als "Berliner" das Fässchen holen ging, öffnete der Nachbar den Sack, machte in den Sack eine Kuhle und noch was anderes!! hinein!!
So jetzt können Sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen!

Quelle: Johannes Rottmann - Wörterbuch des Kirchhellener Platt, Teil II, 1992