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Habichtweg

Der Habichtweg ist eine Stichstraße westlich des Eichenkamps. Benannt ist der Weg nach dem Habicht, eine auch bei uns heimische Greifvogelart.

Hackfurthstraße

Hackfurthstraße

Die Hackfurthstraße verbindet die Bottroper Straße südlich des Kirchhellener Ortskerns am Hof Hackfurth vorbei über die A 31 mit der Dorstener Straße am Haus Beisenbusch an der Grenze zu Gladbeck.

Die Straße hat ihren Namen von dem früheren Adelshaus Hackfurth, das am südwestlichen Abhang der höchsten Erhebung Kirchhellens (75 m über NN), dem Karnickelberg liegt. Es wundert also nicht, dass es, in der sumpfigen Niederung liegend, auch von dieser ihren Namen bezog, denn "Hach-" bedeutet nichts anderes als Wasser, Sumpfwasser. Durch die "Hache" ging nun eine seichte Stelle, ein Furt, und so ist der Name schnell erklärt.

Die Hackfurthstraße in ihrem heutigen Zustand ist gar nicht so alt. Im Messtischblatt von 1923 ist sie noch nicht eingezeichnet, doch der Name war bereits geboren, allerdings für eine andere Straße, nämlich den Lippweg. Das 1954 berichtigte Messtischblatt nennt den Lippweg noch "Hackforter Straße".

Hauptstraße

Hauptstraße
Die Hauptstraße beginnt an der Bottroper Straße und geht mitten durch das Dorf. Vor der "Kommunalen Neuordnung" verlief sie bis in Höhe der Glückauf-Apotheke, dann schluckte sie die gesamte Bahnhofstraße, denn diese verlor ihren Namen, weil die Stadt Bottrop bereits eine solche besaß.

Übrigens war es nicht die Hauptstraße, die im 19. Jahrhundert als erste eine Befestigung erhielt, sondern die Straße, die heute "Am alten Kirchplatz" heißt. Das war im Jahre 1834. Ganze fünf Jahre hat dann der Bürgermeister Tourneau gebraucht, um die Bürger "in dem ach so schmutzigem Dorf" davon zu überzeugen, dass nun auch die Hauptstraße mit einem Pflaster versehen werden müsste. Es sollte aber bis 1844 dauern, bis die gesamte (damalige) Hauptstraße "... eine so schöne und dauerhafte Anlage" geworden war und "das sonst äußerst schmutzige und dadurch ungesunde Dorf ... eins der freundlichsten" geworden ist.

Hegestraße

Die Hegestraße verbindet Grafenwald mit Gladbeck und führt über den Gladbecker  Ortsteil Rentfort. Auch auf Gladbecker Gebiet behält sie ihren Namen bis zur  Einmündung in die Kirchhellener Straße bei.

Die Hegestraße gehört zu den Straßen, die erst recht spät in die Geschichte  unserer Straßen eintritt. Die "Topographische Karte der Kreise ..." von Stierlin  und Schmeltzer aus dem Jahre 1845 weist sie als einen der vielen Wege aus, die  noch nicht klassifiziert und auch noch nicht ausgebaut waren. Sie hatte den  Charakter eines heutigen unbefestigten Feldweges. Der erste Bürgermeister  Kirchhellens, Tourneau, erwähnt sie in seiner Chronik mit keinem Wort, auch in  den Protokollen der Gemeindeverordnetensitzungen der ersten Jahrhunderthälfte  taucht sie niemals auf, obgleich kaum eine Sitzung ohne das leidige Thema  "Straßenbau und Straßenunterhaltung" geführt wurde. Das alles war sicherlich ein  Zeichen dafür, welch geringe Bedeutung diese Straße damals hatte.

Erst zu Beginn unseres Jahrhunderts erscheint sie in den Verwaltungsberichten  des Landkreises Recklinghausen. Am 19. Mai 1911 wurde sie vom Kreis übernommen  mit der Klassifizierung: "Gesamtlänge : 876 m, Chaussierung: 876 m mit einer  Gesamtfläche von 4047 qm". So erhielt sie in den Jahren 1926 bis 1928 eine "4,5  m breite wassergebundene Basaltkleinschlagdecke", wurde nach damaligen Begriffen also eine "Kunststraße", also nach zeitgenössischer Sprechweise "chaussiert".  "Wassergebunden" besagt, dass der Basaltkleinschlag ohne irgendwelche bindenden  Zusätze wie Teer oder Bitumen aufgetragen wurde. Wer diese Straßen noch erlebt  hat, weiß, wie viel Staub an trockenen Tagen ein einziges Kraftfahrzeug  aufwirbeln konnte. Bereits 1928 bekam sie dann auch eine sogenannte  Teerspardecke. In den Jahren 1930/31 wurde die Oberfläche dann mit "Sparmex"  behandelt, wahrscheinlich bekam sie eine neue Verschleißschicht.

In den Verwaltungsberichten jener Jahre taucht im Zusammenhang mit den zum  Straßenbau verwendeten Materialien immer wieder der Begriff "Spar-" auf, der uns  in unmissverständlicher Weise sagt, wie knapp damals die Mittel waren, dass aber  auch der auch bei uns einsetzende Kraftfahrzeugverkehr dringend neue und vor  allen Dingen staubfreie Straßen verlangte.

Heideweg

Nahe der Dorstener Grenze verbindet er, die A 31 unterquerend, die Münsterstraße mit der Nordhellenstraße. Er führt in die noch ruhigsten Gebiete Kirchhellens, nämlich in das Naturschutzgebiet „Postweg-Moore“.

Heimersfeld

Heimersfeld

Eine Straße im Grafenwälder Raum, der eine Verbindung schafft zwischen der Straße „Am Schleitkamp“ (früher: Buchenstraße, im Volksmund „ Klein-Amerika“) und der Schneiderstraße in Höhe der Schule. 
 
Ob Heimersfeld nicht ursprünglich „Heimaths-Feld“ geheißen hat? Diese Vermutung liegt nahe. Heimath wird sich zu Heimers verschlissen haben, wie „Zisterzienserinnen-Feld“ zu Zensenfeld. Heimath (einer von zwei gleichen Namens) ist einer der Höfe, die aus dem Besitz des kurzlebigen Zisterzienserinnen-Klosters hervorgegangen sind (hei oder heie = mhd. der Hirte, math = von Matthias).

Heinrich-Grewer-Straße

Heinrich-Grewer-Straße

Ehemalige Mühlenstraße von der Bottroper Straße in Höhe der Gastwirtschaft "Alte Post" bis zum Alten Postweg. Sie wurde benannt nach Heinrich Grewer, der von 1950 bis zum Jahre 1964 Bürgermeister der Gemeinde Kirchhellen war.
 
Grewer, ndd./Westf. = Greve oder Grewe = Aufseher. Siehe: Borggreve, Markgreve, Holtgreve, Diekgreve. Der „Greater“ oder „Grever“ stand im Dienste eines „Greve“ oder „Grewe“, später „Graf“.

Heinrich-Hertz-Straße

Diese Straße befindet sich im Kirchhellener Gewerbegebiet östlich der Pelsstraße.

Sie ist benannt nach Heinrich Hertz (geboren 1857, gestorben 1894), einer der bedeutensten Physiker des 19. Jahrhunderts, der durch den Nachweis elektromagnetischer Wellen bekannt wurde.

Hellen Straße

Die Hellen Straße ist eine sehr neue Straße. Sie verläuft im Neubaugebiet Tappenhof vom Schlagkamp aus zum Tappenhof.

Hemmers Pöhlken

Hemmers Pöhlken ist ein Verbindungsweg zwischen der Feldhausener Straße und dem Kuhberg im Raume Feldhausen.
Während man sich in Kirchhellen (einige wenige Kirchhellener) bei der Namengebung dieses Weges über den doch so originellen und sicherlich nicht alltäglichen Namen lustig machte, fand er in Feldhausen allgemeine Zustimmung. Denn das „Pöhlken“, also der kleine Pfahl, war den Feldhausern durchaus seit alters her ein Begriff. Dort nämlich, wo dieses Pöhlken stand, endete zum einen die Besitzung Hemmer, und zum anderen zeigte er den zum Kuhberg laufenden Weg an. Er hatte aber noch eine andere Funktion: Dort, im einsamen Feld, fern ab „vom Getriebe der Welt“, trafen sich auch die Liebespaare zu einem ungestörten Stelldichein. Man sieht, Hemmers Pöhlken war ein Begriff! Um dieses Pöhlken rankt sich aber auch eine kuriose Begebenheit, die hier erzählt werden soll. 

Zwei junge Leute, vielleicht durch Alkohol mutig gemacht, zündeten das Pöhlken kurzerhand an. Natürlich blieb das dem Eigentümer nicht verborgen. Ohne den Vorfall zu erwähnen, ließ er sich von dem einen Übeltäter, der Schneider war, eine neue Weste machen. Als dieser ihm hierfür die Rechnung präsentierte, legte ihm Hemmer eine Gegenrechnung in gleicher Höhe vor. Der Schneider soll sie schmunzelnd akzeptiert haben, man hatte damals noch Sinn und Zeit für humorvolle Einfälle.

Hetkamp

Hetkamp

Der Hetkamp läuft von der Utschlagstraße über die Holthausener Straße zur Straße Zum Kletterpoth. Der Hetkamp ist der Heide-Kamp. Auf dem Hetkamp wohnte und wohnt die Familie Hetkämper, die nach diesem Kamp benannt wurde.

Heuweg

Der Heuweg verbindet die Utschlagstraße über den Hiesfelder Weg hinweg mit der Lehmschlenke. 
 
Er wird seinen Namen nach den vielen dort liegenden Heuwiesen erhalten haben. Der Name ist sicherlich neueren Datums, obgleich es eine alte Flurbezeichnung „Heuweg“ gibt, die aber nicht in diesem Bereich zu finden ist. 
 
Konstruieren wir an diesem Beispiel aber einmal eine andere, gar nicht so kühne Deutung: Es gibt ja, wie erwähnt, die Flurbezeichnung „Heuweg“. Könnte diese Flurbezeichnung, wie andere in Kirchhellen, nicht auch prähistorischer Zeit entstammen und im Laufe der Jahrhunderte umgeformt worden sein? Wir hätten es dann mit den beiden Wörtern „Heu“ und „Weg“ zu tun, müssten uns aber von den heutigen Begriffen einmal gänzlich lösen. 
 
Es gibt im germanischen Sprachraum „Heubäche“, die Orte Heubach gleich mehrfach, den Heubach bei Dülmen und Haltern, „Heumarschen“, „Heuweiler“, „Heufurt“, Heudorf“ und viele andere, die bei oberflächlichem Hinsehen schon mit „Heu“ nichts zu tun haben können, sondern nichts anderes sind als eine Umformung von „hey“ zu „heu“ = Moor. Siehe: Heyda, Heyen (zweimal), Heyerode, Heyrothsberge u.a. 
 
Ebenso ist die Silbe „Weg“ in vielen Zusammensetzungen"zu) finden: Wegebach, Wegfurt, Wegwiesen, Wegberg usw. Bei dem Wort Wegwiesen müsste man spätestens stutzig werden und an Weywiesen denken, eine Flur in Bottrop, die in ganzer Länge vom Vorthbach durchflossen wird, bei der die mundartliche Umformung von „wey“ zu „weg“ deutlich wird. „Wey, wig, weg“ meint nichts anderes als Wasser. Denken wir hier auch an den Familiennamen „Weikämper““. Wer das alte Haus „Weikämper'“ kennt, braucht nach einer Namenserklärung nicht lange zu suchen = der nasse Kamp. Ubertragen auf unseren „Heuweg“ wären wir dann bei „Moorgewässer“.

Hiesfelder Straße

Hiesfelder Straße

Diese Straße ist die alte Verbindung von Kirchhellen (jetzt an der B 223 beginnend) nach Dinslaken durch die Kirchheller Heide über Hiesfeld.
 
Der Name „Hies-“ stammt von dem germanischen „hais(tr)“, althochdeutsch: „hester“ und mittelhochdeutsch: „heister“. Mit Heister wurde und wird bei uns noch heute junger Baumausschlag bezeichnet, Knüppelholz also, das durch Hauwirtschaft und Wurzelaustrieb nicht als Wald, sondern als Weideaustrieb und zur Heistergewinnung (Besenheister) genutzt wird.
 
Hieraus sind auch der Familienname Heisterkamp abzuleiten, sowie die Ortsbezeichnungen Heisingen, Heessen bei Hamm, Hees bei Xanten usw. Genannt wird Hiesfeld zum ersten Male in den Urbaren, den Güterverzeichnissen also, im 11. Jahrhundert unter dem Namen Hinstincfelde, 1476 heißt es dann Histvelde und 1589 Histfeld. Heute gehört Hiesfeld zur Stadt Dinslaken.

Höhenweg

Alles ist relativ: was anderswo Maulwurfshügel sind, werden bei uns als Berge bezeichnet. So der Kuhberg, der Reckelsberg, der Karnickelberg, der Berliner Berg. Der Karnickelberg hat immerhin die Ehre, die höchste Erhebung (75,4 m über NN) Kirchhellens zu sein, und auf diesen Berg zu läuft der „Höhenweg“ vom Weißfeld bis zum Hagelkreuz.

Hövekesweg

Hövekesweg

Der Weg verläuft zwischen Friedhofsrückseite und Schule Feldhausen, er verbindet die Kapellenstraße mit der Straße „Am Dornbusch“. 
 
Höveken und Höffken sind die Verkleinerungsformen von Hof. Der Hof mit dem Namen Höveken (Hövekes) ist der jetzige Hof Becker an der Kapellenstraße. Vermutlich ist er identisch mit dem bereits im 12. Jahrhundert in den Xantener Unterlagen erwähnten „Butenhof“, der bis zur Mitte dieses Jahrhunderts zum Hause Beck gehörte. Damals trug er den Namen „Butenhof“, wohl weil er weit buten = außerhalb (des Schlossbereichs) lag.

Hofkamp

Der Hofkamp ist ein kurzer Weg im Bereich der Straße „Im Loh“. Eine verständliche Namengebung für die im Loh liegende Straße wäre es, wenn man sich einer vorhandenen Flurbezeichnung bedient hätte, gibt es doch in diesem Bereich den „Pferdekamp, Neuenkamp, Horstkamp, Steenkamp, Im Kamp, Unterste Kamp, Räuwenkamp“, die zur Auswahl gestanden hätten. So hat man wohl aus den vielen Kämpen und der Flurbezeichnung „Am Hof“ den Hofkamp gebildet. Weitere Namen hätten noch „Vossel-Bruch“ und „Bungert“ hergegeben.

Hofwiese

Hofwiese

Sie verbindet die Gahlener Straße mit der Dinslakener Straße in Nord-Süd-Richtung.
 
Den Namen hat sie von der Flurbezeichnung „Hofweide“. Warum man daraus eine Wiese gemacht hat, ist unerfindlich. Der Weg ist Teil des Prozessionsweges der Kirchhellener Feld- oder Großen Prozession. An der Straße steht eine Segensstation.
 
Aber auch in „Hofweide“ als Flurbezeichnung ist kein Sinn zu erkennen. Wieso bezeichnet man sie nach einer (welcher?) Weide eines (welchen?) Hofes? Das Wort Weide könnte auf das vorgermanische Wort „wid“ zurückgeführt werden, ein Begriff, der gleichbedeutend ist mit Wasser (siehe: die Wied, Wiedau = Kirchhellener Flurname, Wiedenest/Olpe, Wieda, Wieden, Wiedenbrück u.a.).
 
Zu „Hof gäbe es dann noch eine weitere Deutung: Hof könnte einmal „hove“ oder „hövel“ geheißen haben und wäre dann gleichzusetzen mit Berg oder Hügel. Siehe: Hövelsberg in Hünxe oder der Kirchhellener Familienname Hövel, ebenso Sprockhövel an der Lenne (ahd. „hof“ = Anhöhe; verwandt mit „hoch“). Wir kämen dann zu einem (vielleicht) ursprünglichen Wort: „Hövewied“, aus dem im Laufe der Zeit „Hofweide“ wurde. Auch die topographischen Verhältnisse ließen diese Deutung durchaus zu.

Hoheheideweg

Hoheheideweg

Der Hoheheideweg beginnt an der Rentforter Straße und führt in fast südlicher Richtung durch das Waldgebiet der Hohen Heide. 

Mit dem Begriff Heide verbindet sich heute gemeinhin der Begriff „trocken und sandig“. Nun ist aber die Hohe Heide alles andere als trocken. Dieser Widerspruch sagt aber gerade etwas über das Alter dieses Namens aus, denn „heide“ ist eigentlich das Moor. Im Laufe der Zeit ist da ein Bedeutungswandel eingetreten, der den ursprünglichen Sinn in das Gegenteil verwandelt hat. Auch das „Hohe“ passt hier nicht, denn die Niederungen der Boy und des Burenbrock sagen etwas ganz anderes. Auch hier ist „ho“ nicht mit „hoch" gleichzusetzen, sondern meint eine Niederung mit Mooren. Zu „Hoch“ siehe: Hochmoor zwischen Reken und Gescher, „Bei der Höhne“ und „Hönau“ nennt sich ein Moorort bei Bremervörde. Zu „Heide-“: Heiden-Oldendorf bei Detmold; Heiden im Münsterland; Heidsiek bei Bünde u.a.

Hohes Feld

Hohes Feld

Die Straße "Hohes Feld" läuft von der Straße "Am Kuhberg" zum Lippweg in Feldhausen.

Die Straße musste einen Namen haben. Da keine entsprechenden Flurnamen zur Verfügung standen, wählte man diese Bezeichnung, da der Weg ansteigend durch die heute noch dort vorhandenen Felder führt.

Holthausener Straße

Holthausener Straße

Diese Straße führt durch die Bauerschaft Holthausen von der Alleestraße bei Dobbe bis zum Alten Postweg gegenüber der Zeche Prosper IV. Holt ist hier Holz, Wald, und Hausen bezeichnet das Siedlungsgebiet, das im Xantener Stiftsregister (ab 13. Jahrhundert) bereits vier Höfe aufführt. Man hat vergeblich versucht, diese vier Höfe namhaft zumachen. Soviel steht allerdings fest, einer dieser Höfe war Holthaus/Schulte Kellinghaus/Miermann, der andere Haseke. Bei den beiden anderen sind wir auf Vermutungen angewiesen: Haake, Miermann, Janinhoff?

Holzfällerweg

Der Holzfällerweg liegt im Handwerkerviertel Grafenwalds südlich der Schneiderstraße und wurde nach dem Beruf der Holzfäller benannt.

Horsthofstraße

Die Horsthofstraße beginnt an der Hackfurthstraße gegenüber der Einmündung Dorfheide und läuft nordöstlicher bzw. nördlicher Richtung auf den ehemaligen Bahnhof zu, auf die jetzige Hauptstraße.
 
Die Straße ist benannt nach dem früheren Horsthof, der bereits im Jahre 1660 im Kurfürstlichen Lagerbuch erwähnt wurde. Er lag zwischen Hauptstraße und Horsthofstraße. Der Brennereibesitzer Körner heiratete die Hoferbin Horsthof, sodass der Besitz an Körner überging.
 
Die Silbe „Horst“ als Dickicht, Gebüsch, oder als eine hervortretende größere Baumgruppe zu deuten, ist sicherlich möglich.
Da aber der Schölsbach das gesamte Gelände des ehemaligen Hofes durchfließt, wäre auch eine andere Deutung zu erwägen. Zunächst müssten wir das „t“, das der besseren Aussprache wegen später eingefügt sein könnte, streichen.
 
„Hors“ könnte dann mit dem englischen „horse“ = Pferd etwas zu tun haben, mithin wäre der Horsthof ein Pferdehof gewesen. Diese Annahme ist aber zu unwahrscheinlich. Da die Silbe „hors“ hundertfach in ähnlichen Zusammensetzungen von Ortsnamen vorkommt, hätten wir hier wieder einmal ein Musterbeispiel für ein Versagen aller Wörterbücher.
Die Silbe „Hors“ deutet vielmehr auf Sumpf- und Moorwässer (hier Schölsbach).

Horstkamp

Der Horstkamp verläuft parallel zum Reckelsberg in Ekel und endet nahe der Autobahnauffahrt Kirchhellen-Nord.


Quelle: Nr. 17 der Schriftenreihe des Vereins für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen